Man sagt, die Augen seien der Spiegel der Seele, und im Falle unserer Haustiere sind sie das Werkzeug, mit dem sie die Welt erkunden (gleich nach ihrer Nase).
Eine der häufigsten Ursachen für erbliche Blindheit ist die progressive Retinaatrophie.
Was ist die progressive Retinaatrophie?
Um die Krankheit zu verstehen, müssen wir uns das Auge zunächst wie eine Kamera vorstellen. Die Netzhaut (Retina) ist der fotografische Film, der den hinteren Teil des Auges auskleidet und dafür zuständig ist, das Licht einzufangen und die Bilder über Photorezeptorzellen (Stäbchen für das Nachtsehen und Zapfen für das Tagsehen) an das Gehirn zu senden.
Was ist also die progressive Retinaatrophie bei Hunden? (PRA). Es handelt sich um eine Gruppe degenerativer Erkrankungen, die diese Photorezeptorzellen betreffen. Mit der Zeit verschlechtern sich diese Zellen und sterben ab, was zu einem allmählichen und irreversiblen Sehverlust führt.
Obwohl der allgemeine Begriff derselbe ist, können wir zwischen der progressiven Retinaatrophie bei Hunden und der progressiven Retinaatrophie bei Katzen unterscheiden. Obwohl das Endergebnis ähnlich ist, kann die Art und Weise, wie sie sich manifestiert, zwischen den Arten leicht variieren.
Anzeichen und Symptome: Woher weiß ich, ob mein Haustier sein Augenlicht verliert?
Die PRA ist anfangs eine stille Krankheit. Sie verursacht keine Schmerzen, daher sind die Anzeichen der progressiven Retinaatrophie meist verhaltensbedingt und visuell.
Symptome der progressiven Retinaatrophie bei Hunden
Die Symptome der progressiven Atrophie folgen meist einem Muster. Das Erste, was Sie bemerken werden, ist die Nachtblindheit (Nyktalopie).
- Angst vor der Dunkelheit: Ihr Hund zögert möglicherweise, dunkle Räume zu betreten oder nachts in den Garten zu gehen.
- Erweiterte Pupillen: Die Augen scheinen stärker als normal zu leuchten (ein verstärkter grünlicher oder gelblicher Reflex).
- Zusammenstöße: Er beginnt, über Gegenstände zu stolpern, die nicht an ihrem gewohnten Platz stehen.
Wenn Sie die Symptome der progressiven Retinaatrophie bei Hunden beobachten, werden Sie feststellen, dass sich die Sehschwierigkeiten mit der Zeit auch auf den Tag verlagern und in völliger Blindheit enden.
Symptome der progressiven Retinaatrophie bei Katzen
Katzen sind Meister der Verstellung. Die Symptome der progressiven Retinaatrophie bei Katzen können lange Zeit unbemerkt bleiben, da sie ihre Schnurrhaare und ihr Gehör nutzen, um dies zu kompensieren. Dennoch sollten Sie achten auf:
- Stark erweiterte Pupillen, selbst bei Licht.
- Desorientierung oder Zögern, auf gewohnte hohe Plätze zu springen.
- Wesensveränderungen (sie werden schreckhafter).
Genetik und Veranlagung: Wen betrifft es?
Diese Erkrankung ist fast immer erblich bedingt. Das bedeutet, dass die Gene die Hauptrolle spielen.
Hunderassen mit progressiver Retinaatrophie
Obwohl jeder Hund darunter leiden kann, gibt es bestimmte Hunderassen mit progressiver Retinaatrophie, die eine höhere genetische Veranlagung haben, wie z. B.:
- Pudel (Caniches).
- Cocker Spaniel.
- Labrador Retriever.
- Siberian Husky.
- Dackel (Teckel).
Bei Katzen ist sie seltener als bei Hunden, aber Rassen wie die Abessinier oder Siamesen haben ein dokumentiertes Vorkommen der felinen progressiven Retinaatrophie.
Diagnose: Die Wichtigkeit des Wissens
Wenn Sie den Verdacht haben, dass etwas nicht stimmt, ist die tierärztliche Bestätigung entscheidend. Der Spezialist führt eine ophthalmologische Untersuchung durch, um den Augenhintergrund zu betrachten.
Die definitive und frühzeitige Diagnose erfolgt jedoch durch einen Test auf progressive Retinaatrophie.
- Elektroretinographie (ERG): Misst die elektrische Reaktion der Netzhaut.
- DNA-Tests: Wenn Sie sich nach dem einfachsten Weg fragen, liegt die Antwort in der Genetik. Eine Analyse mit einem DNA-Test kann feststellen, ob Ihr Hund Träger, betroffen oder frei von der Mutation ist, noch bevor Symptome auftreten.
Behandlung und Prävention: Wie können wir der progressiven Retinaatrophie bei Hunden und Katzen vorbeugen?
Hier kommen wir zum schwierigsten Teil. Viele Besitzer suchen verzweifelt nach einer Behandlung für progressive Retinaatrophie bei Hunden oder einer Behandlung für progressive Retinaatrophie bei Katzen.
Derzeit gibt es keine definitive Heilung, um die PRA rückgängig zu machen. Der Schaden an den Photorezeptoren ist irreversibel. Einige Tierärzte empfehlen möglicherweise antioxidative Nahrungsergänzungsmittel, um zu versuchen, den Prozess zu verlangsamen, aber das verlorene Sehvermögen kehrt nicht zurück.
Was können wir also tun, um unseren Haustieren zu helfen?
Da es keine Heilung gibt, ist der absolute Schlüssel die Prävention der progressiven Retinaatrophie. Und die einzige Form der wirklichen Prävention ist die verantwortungsvolle genetische Selektion.
- Genetische Tests: Wenn Sie züchten wollen, ist es grundlegend zu wissen, was die progressive Retinaatrophie bei Hunden auf genetischer Ebene ist. Tiere zu paaren, die frei von der Mutation sind, stellt sicher, dass die Nachkommen die Krankheit nicht entwickeln.
- Frühzeitiges Wissen: Zu wissen, ob Ihr Haustier die Krankheit entwickeln wird, ermöglicht es Ihnen, sich vorzubereiten und Ihr Zuhause anzupassen, bevor es das Augenlicht vollständig verliert.
Auch wenn die Diagnose beängstigend sein mag, denken Sie daran: Blindheit ist für sie nicht das Ende der Welt. Hunde und Katzen sind nicht so sehr auf das Sehen angewiesen wie wir; ihr Geruchssinn und ihr Gehör sind ihre Superkräfte.
Ihre Genetik zu kennen ist nicht nur Wissenschaft, es ist der erste Schritt, um besser für sie zu sorgen.